Friedemann Weise

10. Dezember 2008 – 09:37 von Basti

Friedemann Weise | friedemannweise.de“Nicht die Klischees an sich sind schlecht, sondern der gewissenlose Umgang mit ihnen” und so macht sich Friedemann Weise auf, um verbal gewissenhaft mit diesen zu spielen. “Deutschsprachiger, textbezogener Rock’n'Roll” heißt seine Devise mit der es schafft, die Nation zu spalten. So einige bringt der Kölner mit seinen Texten wohl eher an den Rande des Wahnsinns, andere wiederum huldigen ihn wegen seines sarkastisch-energiegeladenen Bühnenpotentials.

2005 startete Friedemann Weise seine Singer/Songwriter Karriere und blickt nunmehr auf spielfreudige drei Jahre mit weit über vierzig Auftritten und seinem fünf Songs umfassenden Release “EP” (2007) zurück. Musikalisch begleitet wird er seit 2006 von Pe Simon (Bass), Markus Hausmann (Schlagzeug) und seit 2007 ebenfalls von Chris Hölzel an der Gitarre.

Jetzt, genauer gesagt Ende November 2008, erschien Friedemann Weise mit seinem ersten Longplayer. Konsequenter Weise heißt sein Debütalbum wie er selbst Friedemann Weise” (Day-Glo Records).


Friedemann Weise - Friedemann Weise (VÖ 28.11.2008)Tracklist zu Friedemann Weise:

01. Friedemann Wiese
02. Hollywood
03. Starterset
04. T-Shirt & Jeans
05. Worauf warten wir
06. Geldautomat
07. Rettete
08. Augen
09. Fenster
10. Auf der Welt


Friedemann Weise (Photo by Julia Delisen)Eine Platte, die auf Schnickschack verzichten kann und eher alltmodisch daher zu kommen scheint. Sein Schaffen selbst bezeichnet der Kölner vielversprechend und einfach als „Jack Johnson auf Hartz 4“. Textlich erzählt Friedemann Weise auf seinem Debüt Anliegen und Geschichten aus dem Alltag des Lebens, mal lebensnah, mal gewollt ganz weit weg von diesem.

Der Sound der Scheibe charakterisiert sich durch einprägsame Melodien, die sich zwischen einem schrammeligen Indie-Flair und den Anfägen des Brit-Pops einpendeln, welcher alles in allem in die Beine geht und in der Kombination mit Friedemanns verbalen Artistikeinlagen vor allem eins macht – Spaß!
Lediglich der Song “Augen” verharkt sich, durch seine doch arg gequält wirkenden Reime sehr schnell und mehrfach im Gehörgang des Hörers.

Doch insgesamt ist es ein Album, was man gut und gerne zweimal hört, denn es macht Laune und es verliert nicht seinen Spaß. Gerade auch weil Friedemann Weise sich nicht zu schade dafür ist, auch mal schlechte Witze zu erzählen (”Hollywood”) und es trotzdem dabei schafft, ein Dauergrinsen in das Gesicht zu zaubern.

Friedemann Weise “Rettete”

Reinhören bei Friedemann Weise: myspace.com/friedemannweise
Offizielle Künstlerwebsite: friedemannweise.de

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